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Lehrerraumprinzip

Lehrerraumprinzip

Das Lehrerraumprinzip wurde an der Ludwig Fronhofer Realschule im Jahr 2009 eingeführt, womit auch in diesem Bereich die Vorreiterrolle in der Region Ingolstadt übernommen wurde. Abgesehen von einer besseren Raumnutzung bietet dieses in vielen Ländern, wie Großbritannien, den Niederlanden oder den Vereinigten Staaten, bereits seit Jahren bewährte Prinzip zahlreiche Vorteile. Im Grunde ist es die konsequente Weiterentwicklung des auch in Deutschland bekannten Fachraumprinzips, wie es für Fächer wie Biologie, Chemie, Physik oder Musik längst üblich ist.

Ein großer Vorteil des Lehrerraums für Schüler und Lehrer besteht darin, dass das Unterrichts- und Fördermaterial im Raum verbleiben und sofort bei Bedarf eingesetzt werden kann. Beispielsweise entfällt an der Fronhofer Realschule bereits das Mitbringen der Mathematik-, Englisch- und Deutschbücher in den Jahrgangsstufen 5 und 6 mit der Folge eines deutlich reduzierten Schulranzengewichtes. Ergänzt wird dies durch die schon seit vielen Jahren an der FRI vorhandenen Spinde, in denen die Schüler Jacken oder Regenschirme für den ganzen Schultag deponieren können. Der Raum ermöglicht durch das neue Nutzungsprinzip eine optimierte Einrichtung nach fachspezifischen und methodischen Bedürfnissen. So können eine eigene Atmosphäre und eine eigene Lernwelt entstehen.

Im Bereich der Beaufsichtigung liegt ein weiterer Vorteil begründet. Da die Lehrperson den Lehrerraum aufschließt, wenn sie kommt, und wieder zusperrt, wenn sie ihn verlässt, halten sich Schülerinnen und Schüler niemals unbeaufsichtigt in einem solchen Raum auf. Der häufig genannte Kritikpunkt der unkoordinierten Schülerströme beim Stundenwechsel ist gleichzeitig nicht problematischer als bei Pausenbeginn oder Pausenende, wenn ebenfalls alle Schüler die Klassenzimmer verlassen. Mit einfachen Regeln wie dem Rechtsgehen in den Flur- und Treppenbereichen erreichen die Schülerinnen und Schüler pünktlich die nächste Unterrichtsstunde, während das unbeaufsichtigte Toben in den Klassenräumen beim Stundenwechsel der Vergangenheit angehört. Dennoch haben die Schüler am Vormittag durch den Wechsel in das andere Unterrichtszimmer mehr Bewegung und die Klassenzimmer werden weniger verschmutzt. Gegen Müll auf den Fluren helfen überall bereitstehende Mülleimer auf den Gängen und bei den Treppenhäusern.

Insgesamt beginnt der Unterricht pünktlicher, da der Lehrer in der Zeit des Klassenwechsels die Materialien für die Folgestunde herrichten kann und die nicht mehr benötigten Utensilien verstauen kann. Des Weiteren können die Schüler in den verschiedenen Fächern in unterschiedlichen Sitzordnungen sitzen. Dies führt dazu, dass man beispielsweise bei Partnerarbeiten nicht immer mit dem gleichen Mitschüler oder der gleichen Mitschülerin zusammenarbeitet, was die Sozialkompetenzen der Schülerinnen und Schüler fördert.

Qualitätsmerkmale des Lehrerraumprinzips

  • Weniger Materialtransport
  • Bessere Beaufsichtigung
  • Mehr Bewegung für Schüler
  • Unterschiedliche Sitzordnungen
  • Saubere Unterrichtsräume
  • Pünktlicher Unterrichtsbeginn