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Handy benutzt! – Knast! – Warum? Featured

Unter diesem provokativen Titel veranstaltete die Fronhofer-Realschule eine Vortragsreihe zum Thema „Straf- und zivilrechtliche Folgen bei der Nutzung von Smartphone und Co.“.

Rechtsanwalt Thilo Bals informierte in seinen Vorträgen das Lehrerkollegium, die Eltern und die Schüler aller Jahrgangsstufen über die rechtlichen Folgen oft unüberlegter Beiträge im World Wide Web. Viele, nicht nur die Schüler, auch Eltern und Lehrer, waren überrascht, was alles schon eine Straftat ist und für was alles vom Gesetzgeber Geld-, aber auch nicht unerhebliche Gefängnisstrafen vorgesehen sind. „Ich bin aber noch keine 14 Jahre als!“, und damit nicht strafmündig. Das ist richtig, wie RA Bals aufzeigte, aber im privatrechtlichen Bereich gibt es diese Altersgrenze nicht, was viele nicht wissen. Und so können Beleidigungen, unerlaubtes Hochladen nicht nur für Ältere auch ganz schön „ins Geld gehen“, was Rechtsanwalt Thilo Bals an Beispielen aufzeigte.

Text zum Weiterlesen:

Wir als Fronhofer-Realschule fördern als Medienreferenzschule die Nutzung moderner Medien und wissen, dass soziale Netzwerke aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken sind. Auch viele Ihrer Kinder bewegen sich in diesen. Laut einer schulinternen Umfrage aus dem Jahr 2015 besitzen 95% unserer Schüler ein Smartphone (in den 8. Klassen waren es sogar 99%), haben Zugang zu einem Tablet-PC oder zu einem ganz normalen Computer. Damit haben insgesamt 98% aller Schüler zu Hause Zugang zum Internet, wobei mehr als jeder vierte Schüler fünf oder mehr Stunden täglich vor einem dieser Geräte verbringt. Nur ein geringer Teil der Bildschirmzeit wird für schulische Aufgaben verwendet, vorwiegend bewegen sich die Schüler in sozialen Netzwerken. So sind an unserer Schule 78% aller befragten Schüler Mitglied in einem dieser Netzwerk-Dienste. Weit verbreitet ist dabei der Messenger-Dienst WhatsApp. Schnell lassen sich hier Fotos, Videos oder Audiodateien und Textnachrichten versenden. Kontakte können zu Gruppen zusammengefasst werden und so kann man sich beispielsweise schnell mit der Familie, Freunden, Klassenkameraden etc. vernetzen.

Aber auch von unseren Schülern wird jedoch WhatsApp nicht immer z. B. in Klassengruppenchats für das Versenden von Schularbeitsblättern und Hausaufgaben genutzt. Zunehmend werden Bilder ohne Genehmigung der Abgebildeten verschickt, Beleidigungen und Verleumdungen versendet. Nicht zu akzeptieren und dem vorzubeugen ist auch die Gründung von Hassgruppen, die gezielt einzelne Personen bloßstellen, beleidigen, ausgrenzen und für den Gemobbten eine unerträgliche Situation schaffen.

Deswegen ist es uns gemeinsam mit Herrn RA Bals sehr wichtig, eine Sensibilisierung für diese Thematik bei unseren Schülern zu erreichen. Damit wir das erreichen, ist auch die Einbindung der Eltern und Zusammenarbeit mit Ihnen notwendig.

Die Präsentation des Vortrags von Rechtsanwalt Bals finden Sie hier.

Stefan Winkelmeyr