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"Netzgänger": FRI-ler starten Projekt für mehr Netzkompetenz

Für einige Schülerinnen und Schüler aus der 8e und 9a sowie für zwei Lehrkräfte, Frau Dirsch und Herrn Klein, begann ein spannendes Projekt – und zwar in Hilpoltstein.

Auf nach Hilpoltstein …

Das Projekt „Netzgänger“ – das auf einen kompetenten Internetgebrauch von Schülerinnen und Schüler zielt – wurde 2014 von der Otto-Friedrich-Universität Bamberg als Peer-Projekt für Realschulen und Gymnasien gestartet. Seitdem ist es bereits an mehreren bayerischen Gymnasien und Realschulen etabliert wie beispielsweise auch an der Staatlichen Realschule Hilpoltstein. Dorthin fuhren im Dezember 2017 zehn Schülerinnen und Schüler der FRI zusammen mit Frau Dirsch und Herrn Klein, um das Projekt „Netzgänger“ kennenzulernen. An einem lernintensiven Tag wurden sie zu sogenannten Peers in den Modulen Soziale Netzwerke, Virtuelle Spielewelten, Cybermobbing und Smart im Netz ausgebildet.

Die Inhalte dieser Module sollen Kinder und Jugendliche auf einen möglichst risikoarmen Umgang mit dem Internet vorbereiten. Die technische Entwicklung der letzten Jahre sorgte immer selbstverständlicher dafür, dass das Internet ein ständiger Begleiter unseres Alltags geworden ist. Für die Kinder und Jugendlichen ist diese Weiterentwicklung völlig normal. Sie wachsen damit auf und beginnen sehr frühzeitig, das Internet zu nutzen. Aber neben den positiven Aspekten, die dies mit sich bringt, dass man die Risiken im Auge behalten. Daher bietet das Netzgänger-Projekt einen perfekten Anknüpfpunkt, um Schülerinnen und Schülern Kompetenzen zu vermitteln, die einen sinnvollen und überlegten Internetgebrauch ermöglichen sollen. (Siehe auch: netzgänger.org)

Ausbildungsnachmittag an der Fronhofer

Die Schülerinnen und Schüler, die in Hilpoltstein geschult wurden, mussten dann ihre Kenntnisse mit bereitwilligen Mitschülern teilen, um jeden Workshop zweimal anbieten zu können. Insgesamt 24 Acht- und Neuntklässler konnten für die Mitarbeit im Projekt „Netzgänger“ gewonnen werden. Nach der anfangs chaotischen Materialschlacht um Handouts, Arbeitsblätter, Screenshots, Videos oder auch Wäscheklammern und dem Aufteilen der verschieden Aufgaben innerhalb der einzelnen Gruppen standen schließlich acht Teams aus Peers bereit, die ihre gewonnenen Erkenntnisse an unsere Fünftklässler kompetent zu vermitteln wollten.

Durchführung der Workshops

Das erworbene Wissen wurde nun an die 5. Klassen unserer Schule weitergegeben. Hoch motiviert gingen einige der Peers zwei Wochen vor den Projekttagen durch die Klassen, stellten sich kurz vor und verteilten einen Wochenplan, worauf die Fünftklässler ihren Computergebrauch einer Woche festhalten sollten, um diesen bei den Workshops reflektieren zu können. Ebenso wurden die Schülerinnen und Schüler darum gebeten, ein eigenes Foto mitzubringen, das sie in einem sozialen Netzwerk hochladen würden.

Am 19. und 20. Juni führten die 8./9. Klässler in je drei Unterrichtsstunden ihre Workshops zu den oben genannten Modulen durch, wobei sie die gesamte Zeit alleine für den Ablauf der Workshops verantwortlich waren. Gerade dieses eigenverantwortliche Handeln sorgte bei vielen für einen enormen Zuwachs von sozialen Kompetenzen. An zwei Schultagen wurden auf diese Weise ca. 170 Schülerinnen und Schüler mit den Inhalten der Workshops vertraut gemacht.

Das Feedback der 5. Klassen bezüglich Lerneffekt und Spaß bei diesem Projekt am Ende der beiden Tage war außerordentlich positiv. Die Fünftklässler gaben an, viel zu diesen Themen spielerisch gelernt zu haben und lobten die Leistung der Peers. Um nächstes Jahr dieses Projekt wieder anbieten zu können gilt es nun, neue Netzgänger Tutoren zu finden und auszubilden.

M. Klein